EU-Mercosur

Die EU verhandelt seit 1999 – mit Unterbrechungen – ein Handelsabkommen mit den Mercosur-Ländern Brasilien, Argentinien, Paraguay und Uruguay. Diese Verhandlungen finden wie jene für TTIP, CETA und JEFTA im Geheimen statt. Im Juni 2019 kam es zu einer politischen Einigung. 2020 wollte die deutsche Ratspräsidentschaft das Abkommen abstimmen – dazu kam es aufgrund unseres großen Drucks nicht. Auch die portugiesische Ratspräsidentschaft in der ersten Jahreshälfte 2021 hat dieses Ziel. Bis jetzt sind sie unerfolgreich. Jetzt greift die EU-Kommission tief in die Trickkiste um das Abkommen noch zu retten.

Die Gefahren für die Menschen, die Umwelt und das Klima, die von dem Abkommen ausgehen, sind groß. Es ist ein Frontalangriff auf die bäuerliche Landwirtschaft, Menschenrechte, Umwelt- und Klimaschutz, und zwar auf beiden Seiten des Atlantiks.

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Neben dem Abbau von Zollschranken geht es im Abkommen um Ursprungsregeln, technische Handelshemmnisse, Dienstleistungen, kommunale Ausschreibungen, geistiges Eigentum, gesundheitspolizeiliche und pflanzenschutzrechtliche Maßnahmen. Für das internationale Agrarindustrie und die Lebensmittelindustrie stellt das Mercosur-Abkommen einen der wichtigsten Handelsverträge der EU dar. Das Abkommen sieht vor, noch mehr Billigfleisch aus den Mercosurländern nach Europa zu importieren. Das setzt einerseits die kleinstrukturierte bäuerliche Landwirtschaft massiv unter Preisdruck und verschärft die Klimakrise, andererseits gefährdet es die hohe Lebensmittelqualität in Europa. Das billige Fleisch wird nämlich auf Kosten der lokalen Bevölkerung und Umwelt produziert: die Massentierhaltung erfolgt auf gerodeten Regenwaldflächen, die für das Klima der ganzen Welt von enormer Bedeutung sind. Je mehr Fleisch importiert wird, umso mehr Regenwald wird gerodet, umso mehr Landkonflikte gibt es um die Lebensräume von indigenen Bevölkerungsgruppen. Einmal mehr wird auch hier das EU Vorsorgeprinzip untergraben – es ist im Kapitel zu Lebensmittelsicherheit nicht verankert.

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Aktuelles

3. Mai 2021

So stellt sich die Pharmaindustrie gerade gegen die #NoCovidMonopolies Bewegung

Besuche den Beitrag auf Facebook! So stellt sich die Pharmaindustrie gerade gegen die #NoCovidMonopolies Bewegung auf, sagte Lara Dovifat von Ärzte ohne Grenzen in unserer Lunch & Learn Folge letzte Woche. Diese Woche Mittwoch 12:00-12:45 geht es weiter mit Werner Raza von der ÖFSE - Österreichische Forschungsstiftung für Internationale mehr lesen ...

Ist möglicherweise ein Bild von Text „EU-Mexiko Deal Weniger: Menschenrechte Mehr: Konzernrechte 13“
28. April 2021

Der nächste Konzern-Deal: Die EU hat das Handelsabkommen mit #Mexiko neu verhan

Besuche den Beitrag auf Facebook! Der nächste Konzern-Deal: Die EU hat das Handelsabkommen mit #Mexiko neu verhandelt. Es soll schon 2021 ratifiziert werden. Doch auch dieses Abkommen steht es für eine klimazerstörende, von EU-Konzerninteressen geleitete Handelspolitik: Es gibt weiterhin keinen ausreichenden Schutz für Klima und Umwelt, Arbei mehr lesen ...

27. April 2021

Ja, es gibt sie, die Profiteure dieser Pandemie #Covid19. Morgen beim Lunch&

Besuche den Beitrag auf Facebook! Ja, es gibt sie, die Profiteure dieser Pandemie #Covid19. Morgen beim Lunch&Learn um 12 schaut Lara Dovifat von Ärzte ohne Grenzen für uns hinter die Kulissen eines weltweiten Regimes, das großen Pharmaunternehmen Profite aus der Pandemie sichert, und das nicht zum ersten Mal. Schaut vorbei: https://www.fa mehr lesen ...

Was Österreich gegen noch mehr Amazonas-Brände tun sollte
25. August 2020

Was Österreich gegen noch mehr Amazonas-Brände tun sollte

Besuche den Beitrag auf Facebook!   Warum brennen diesen Sommer 30% mehr Bäume im #Amazonas, es wird weniger darüber gesprochen, Deutschland möchte das #EUMercosur Abkommen abschließen und Österreich darf nicht umfallen? https://mosaik-blog.at/amazonas-braende-mercosur-merkel/   Was Österreich gegen noch mehr Amazon mehr lesen ...

** Neue Publikation** : "EU-Mercosur-Reiseführer - ein giftiges Abkommen&qu
20. August 2020

** Neue Publikation** : "EU-Mercosur-Reiseführer - ein giftiges Abkommen&qu

Besuche den Beitrag auf Facebook! ** Neue Publikation** : "EU-Mercosur-Reiseführer - ein giftiges Abkommen" Kommt mit auf eine Reise in die Abgründe eines Handelsabkommens, das den Export von hochgefährlichen, in der EU nicht zugelassenen Pestiziden noch lukrativer macht. Vom #EUMercosur-Abkommen profitieren auch europäische Konzerne - wäh mehr lesen ...

Letzter Stop Wien, Juridikum: Die Menschenrechte sind aus Genf bei den zukünftig
29. Januar 2020

Sonderklagerechte von Konzernen - Alles beim Alten?

Neben dem Aus der TTIP 1.0 -Verhandlungen hatte unser großer zivilgesellschaftlicher Druck auf die EU-Staaten noch einen weiteren Effekt: die Sonderklagerechte von Konzernen (ISDS) wurden als so gefährlich eingestuft, dass Reformprozesse angedacht werden. Vom 20.-24.01.2020 hat die schon sechste Runde von Gesprächen der eingesetzten Arbeitsgr mehr lesen ...

Mai
6
Do
Podiumsdiskussion zum Thema “Gute Arbeit für alle in Krisenzeiten” mit anschließender Austauschmöglichkeit
Mai 6 um 19:00 – 21:00

Donnerstag, den 6.Mai 19-21h: Podiumsdiskussion zum Thema “Gute Arbeit für alle in Krisenzeiten” mit anschließender Austauschmöglichkeit

*Cordula Fötsch von Sezonieri – Kampagne für die Rechte von Erntearbeiter*innen
*Flavia Matei von DREPT pentru îngrijire – Gerechtigkeit für die 24h-Personenbetreuung
*Attila Szocs von EcoRuralis aus Rumänien
*Maria Vogt von der ÖBV – Via campesina
Moderation: Julianna Fehlinger
Mai
8
Sa
Nyéléni in Aktion
Mai 8 um 10:00 – 16:00

Als zweiten Teil des Frühjahrserwachens der Bewegung für Ernährungssouveränität stellen sich am Samstag verschiedene Initiativen mit ihren aktuellen Projekten vor. Wir diskutieren den Umgang mit der Krise, Herausforderungen, Chancen und Potentiale. Es gibt viel Raum fürs Kennenlernen, Austausch und zum gemeinsam Pläneschmieden.

Schon gesehen? Zwei Tage davor findet bereits eine spannende Podiumsdiskussion statt zum Thema “Gute Arbeit für Alle in Krisenzeiten”.

Unser spannendes Workshop-Programm:

Workshop-Session 1 (ca. 10.50 – 11.50 Uhr)

  • echt.im.biss – Initiative ZUKUNFT ESSEN (Anna Strohbach)
  • Ernährungsrat Wien (Michael Kubiena & Isabella Gusenbauer)
  • Verein Bodenfreiheit (Kerstin Riedmann)

Workshop-Session 2 (ca. 13.55 – 14.45 Uhr)

  • FIAN Österreich (Tina Wirnsberger & Elli Jost)
  • Perspektive Landwirtschaft – Lebenswerke übergeben und neu beginnen (Margit Fischer & Florian Jungreithmeier)
  • Sezonieri (Sónia Melo)

Workshop-Session 3 (ca. 14.55 – 15.45 Uhr)

  • EU-Mercosur stoppen – lokale Ernährungsstrategien als Ansatzpunkte von Attac & Anders Handeln (Alexandra Strickner & Theresa Kofler)

  • Global 2000 – Neue Gentechnik (Brigitte Reisenberger)
  • MILA – Mitmach Supermarkt (David Jelinek)

Anmeldung und weitere Infos unter www.viacampesina.at/termine

Anmeldeschluss: 2. Mai 2021. Der Link zur Veranstaltung wird dann zugesendet.

Veranstaltung von Nyéléni Austria in Kooperation mit ÖVB Via Campesina und FIAN Austria gefördert durch die österreichische Entwicklungszusammenarbeit und die österreichische Gesellschaft für Politische Bildung (ÖGPB).